Der Untertitel dieser Blogserie wäre „Schreiben ist ein Handwerk und Handwerk kann man lernen“ 😉 In dieser Folge will ich einige Bücher auflisten, die ich gelesen habe und die mich bei der Ausarbeitung theoretischer Grundlagen über das literarische / kreative Schreiben geholfen haben.
Ich will gar nicht leugnen, dass ein gewisses Talent zum Schreiben von guten oder sehr guten Geschichten erforderlich ist – keine Frage, dennoch gibt es „Handwerkliches“ und Instrumente, die ein natürliches Talent wie ein Rohdiamant schleifen und verbessern können, bis es strahlt und funkelt.
Es gibt ein Interview mit Stephan King, wo er auf die Frage, ob er seine eigenen Geschichten mag, antwortet, dass es sehr stark darauf ankommt. Seine ersten Versuche möchte er nie wieder lesen, weil sie furchtbar sind. Ich musste beim Interview sehr lachen 😂
Aber das zeigt in meinen Augen, dass selbst das größte Talent nicht ohne Übung auskommt. Die 10.000-Stunden-Regel oder das althergebrachte „Übung macht den Meister“ kennen wir alle, nicht wahr?
Daher, bei meinen ersten Schreibversuchen habe ich mir einige Bücher zum Handwerk des Schreibens gesucht, um mich ein wenig in den Bereich einzulesen. Ich fand zwar die allerwenigsten Bücher hilfreich, aber einige habe ich doch sehr gerne gelesen und die stelle ich euch hier vor. Lasst euch inspirieren!

P.S. Was ich wirklich hilfreich fand, war der Austausch mit anderen Schreibenden / Autoren (ich differenziere hier so explizit, weil einige Schreibende nur zum Spaß und für sich oder eine kleine Gruppe schreiben und andere tatsächlich schon veröffentlich haben). Schreibübungen, Gespräche über die Texte, ehrliches Feedback und konstruktive Kritik, all das hat mir in meiner – noch lange nicht abgeschlossenen – Wanderung als Schreibende sehr geholfen.
- Axel Hollmann, Marcus Johanus – Romane schreiben und Veröffentlichen für Dummies
Das Buch ist aus der bekannten-berühmt-berüchtigten Reihe „für Dummies“ und ist, wie alle Bücher aus dieser Reihe, recht oberflächlich gehalten.
Aber als Einstieg ist das Buch sehr gut und gibt einen hervorragenden Überblick über die wesentlichen Instrumente des Schreibens. Außerdem ist das Buch sehr leicht und mit Humor geschrieben – das macht das Lesen umso unterhaltsamer.
Link zum Buch (kein Partner-Link, ich verdiene nichts dabei 😊): Romane schreiben für Dummies
- Stephan King – Das Leben und das Schreiben
Ich bin ein großer Fan von Stephan King und als ich das Buch sah, musste ich es sofort haben. Ich habe viele Ideen und Tipps aus seinem Buch geholt, unter anderem die allerwichtigste Regel (wie ich finde) an die ich mich bis heute halte (frei aus dem Gedächtnis zitiert): Wenn du ein Buch schreiben willst, setz dich hin und schreibe dein Buch.
Stephan King sagte es so deutlich, wie kaum ein anderer, dass sich viele Schreibende zu sehr mit Regeln und Formalia aufhalten und darüber gar nicht mehr dazu kommen, ihr Buch zu schreiben. Ich fand diesen Hinweis so ein wenig wie den Heiligen Graal 😁 Unschätzbar viel wert! Ich stecke gerne auch fest zwischen Regeln und Formalia – tun wir das nicht alle irgendwie?
Link zum Buch (auch das ist kein Partner-Link): Das Leben und das Schreiben
- Katrin Girgensohn, Ramona Jakob – 66 Schreibnächte
Dieses Buch habe ich mir tatsächlich noch vor dem Verfassen dieses Blogs gekauft. Ich bin selbst Mitglied in einer Schreibwerkstatt – wir treffen uns jeden zweiten Mittwoch und schreiben zusammen.

Das macht sehr viel Spaß und trainiert die Kreativität! Bisher habe ich nie eigene Übungen mitgebracht, sondern immer nur die Übungen übernommen, die andere dabeihatten. Ich habe mir „66 Schreibnächte“ gekauft, um in der Schreibwerkstatt auch mein Part zu leisten und Übungen mitzubringen, über die sich die anderen den Kopf zerbrechen dürfen *hehe*
Ein paar Übungen kenne ich aus meinen Seminaren, aber ich wollte mehr Inspiration.
Link zum Buch (ebenfalls kein Partner-Link): 66 Schreibnächte
Fazit: Ich denke, ihr müsst nicht zu viel Bücher über das Schreiben lesen. Zu viel Information ist auch nicht gut 😉 aber einige Regeln des Handwerks sollten schon „sitzen“, damit beim Schreiben eine schöne runde Geschichte entsteht.
Meiner Meinung nach helfen aber Übungen und das Feedback von anderen viel mehr, ins eigentliche Doing zu kommen und vielleicht – mit ein wenig Glück und viel viel Fleißarbeit – irgendwann den eigenen Roman in den Händen zu halten.
Disclaimer: die Bilder habe ich 2017 in Hannover geschossen, als ich meine Cousine besucht habe. Sie wohnt leider nicht mehr dort…