Wisst ihr, was ich gegen Ende des Jahres überlegt habe? Ich habe mittlerweile so viele Kurzgeschichten geschrieben, dass ich gut einen Roman füllen könnte. Also es wird inhaltlich kein Roman, aber wenn ich alle Geschichten zusammenlege, hat die Kurzgeschichtensammlung auf jeden Fall Buchlänge.
Jaha, und während ich so vor mich hin grübelte, kam der Gedanke: und warum genau machst du das nicht? Wäre doch schade, wenn die Kurzgeschichten nur auf meiner Festplatte vor sich hingammeln, oder?
Gesagt – getan! Wann das so einfach wäre 😉 Ich habe von Self-Publishing (bisher) keine Ahnung, aber so viele haben es vor mir geschafft, also wird es wohl keine Raketenwissenschaft sein.
Also habe ich mich auf meine vier Buchstaben gesetzt und ein wenig recherchiert. Im Prinzip braucht es fünf Sachen:
- Die Geschichten bzw. der Roman
- Eine gute Lektorin / einen guten Lektor
- Ein Cover
- Unterstützung beim Buchsatz
- Ein Publisher

Schritt 1: Die Geschichte
Schritt 1 wäre bereits abgehakt. Ist ja der Grund, warum ich mich mit Schritt 2 bis 5 befasse 😅
Wobei, als ich alle meine Kurzgeschichten beisammen hatte, stellte ich fest, dass es etwa 150 Manuskriptseiten sind, was in meinen Augen doch etwas wenig für eine Sammlung sind. Daher brauche ich noch ein wenig „Futter“ für das Buch. Insgesamt fehlen mir ca. 20 Word-Seiten. Also muss da noch ein wenig was passieren…
Wie es die Laune so wollte, fiel mir auch am nächsten Tag direkt eine neue Geschichte ein. Es war wirklich reiner Zufall und geschrieben ist sie auch schon. Sie hat zwar nur 8 Word-Seiten, aber immerhin komme ich meiner Wunsch-Seitenzahl damit näher.
Schritt 2: Das Lektorat
Das Lektorat – ja, das ist so eine Sache. Lektorate sind vor allem eines: teuer! Doch auf der anderen Seite machen sie die Geschichten auch um Längen besser. Ich habe bereits früher mit einer Lektorin zusammen gearbeitet und sie holte aus der Geschichte das Beste raus. Ich muss wirklich gründlich darüber nachdenken, ob ich für eine Kurzgeschichtensammlung in Buchlänge wirklich ein Lektorat in Anspruch nehmen werde. Bei mir wächst das Geld ja auch nicht auf Bäumen 😊
Schritt 3: Das Cover
Cover muss sein. Ich habe zwar auch mal Anthologien gesehen, die so gut wie kein Cover hatten und nur der Titel prangte auf einem farbigen Blatt, aber das stelle ich mir für meine Kurzgeschichtensammlung nicht vor. Ich will ein gutes Cover. Den Luxus gönne ich mir 😉
Schritt 4: Der Buchsatz
Als ich bei meinen Recherchen das erste Mal den Hinweis auf einen „Buchsatz“ gefunden habe, war ich verwirrt. Ich hatte keine Ahnung, was das genau ist. Ich weiß es zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht genau, aber es scheint notwendig zu sein, wenn das Buch professionell aussehen soll. Ähm… okay, wenn ich soweit bin, werde ich mich näher mit dem Punkt befassen.
Schritt 5: Ein Publisher
Eine erste schnelle Recherche zum Publisher-Markt für Self-Publisher hat gezeigt, dass es gar nicht so viele seriöse Publisher auf dem deutschen Markt gibt. Ich glaube, ich werde für meine erste Kurzgeschichtensammlung erstmal mit dem bekanntesten Publisher vorlieb nehmen. Sie bringen die Erfahrung, die mir fehlt. Aber auch hier bin ich noch nicht soweit.

Das wären die wichtigsten Schritte bis man als Autor das erste eigene Buch in den Händen halten kann. Zwar nicht im traditionellen Verlag, sondern im Self-Publishing, aber mir ist das ehrlich gesagt gerade egal 😉
Kling super einfach, oder?
Ich bin gespannt, ob meine Reise zum Mars – ähm… zum ersten eigenen Buch – wirklich so leicht ist oder ob ich doch ein Studium zum Raketeningenieurin brauche. Ich halte euch auf dem Laufenden, denn mit dieser Miniserie zum Self-Publishing nehme ich euch mit auf meine Reise – vielleicht lernt ihr mit mir (und aus meinen Fehlern) wie schwierig oder leicht der Weg zum eigenen veröffentlichten Buch ist. Wir werden sehen.
Wie steht es manchmal am Ende einer Serien-Folge? Fortsetzung folgt…
Hinweis: die Bilder habe ich 2023 auf eine Reise durch Frankreich geschossen – ich war an der Loire und habe die berühmten Schlösser besucht. Eine tolle Reise!
[…] Wenn ihr gerade neu auf dem Blog seid – herzlich Willkommen 😍 – und meine Schritte zum Self Publishing könnt ihr z.B. hier finden: Self Publishing – eine Reise ins Unbekannte […]