Wenn wir Autorinnen und Autoren unsere Werke vollendet haben, beginnt unweigerlich der beschwerliche Prozess der Bewerbungen bei Agenturen und Verlage (manchmal beides gleichzeitig, was wahrscheinlich keine so gute Idee ist 😇).

Was dabei rauskommt ist meist sehr enttäuschend. Die häufigste Reaktion? Keine! Im allgemeinen Autorenjargon auch als „lärmende Stille“ oder „zirpende Grillen“ bezeichnet. Manchmal, in sehr sehr seltenen Fällen, kommt eine freundlich formulierte – nichtssagende – Absage (Hinweis: ich liebe Gedankenstriche und habe sie mein Leben lang verwendet – Gedankenstrich – das ist kein KI-Text 😁 Ich weigere mich, ein Satzzeichen, das ich so gerne mag und oft den Text perfekt abrundet, aufzugeben, nur weil gen. KIs das ebenfalls oft nutzen. Aber ich schweife ab…).

Mittlerweile wird in den Sozialen Medien darüber diskutiert, ob eine Absage sogar ein gutes Zeichen ist, denn dann hat sich überhaupt jemand mit dem Text auseinandergesetzt. Ich stehe auf der Seite von: ich bin mir da nicht sicher.

Ich verstehe durchaus, dass Agenturen und Verlage völlig überschwemmt werden und sie unmöglich Hunderte Absagebriefe schreiben können. Vielleicht stimmt das dann schon, dass eine freundlich formulierte Absage doch ein gewisses Interesse signalisiert. Einige Autoren meinen, wenn der Agent oder der Verlagslektor sich die Mühe macht, zu antworten, sieht er oder sie in der Autorin oder dem Autor Potenzial und die freundlich formulierte Absage ist fast ein Hinweis darauf, es nochmal zu versuchen.

Das könnte durchaus sein… ich weiß es nicht und ich würde mich gerne mal mit Agenten und Verlagslektoren zu genau diesem Thema austauschen. Was stimmt und was stimmt nicht? Da ich aber niemanden aus diesen Branchen persönlich kennne, bleibe ich bei Spekulationen meinerseits 😇

Doch eines steht fest: die meisten Autorinnen und Autoren (ja, es gibt Ausnahmen, die gleich einen Verlagsvertrag erhalten, die sind aber – glaube ich – eher selten) müssen mit der lärmenden Stille oder den zirpenden Grillen wirklich leben, auch wenn es sehr weh tut.

Wenn sich Absagen türmen und immer nur „Nein!“ „Nein!“ „Nein!“ zurückkommt, beginnt man selbstverständlich irgendwann, an seine eigenen Qualitäten als Autorin / Autor zu zweifeln. Besonders wenn andere in den Sozialen Medien stolz von ihren Verträgen erzählen und man sich selbst vorkommt, wie der letzte Looser – und ja, wenn ihr hier ein wenig Neid heraushört, ist das schon richtig so, bin ja auch nur ein Mensch 😈

Andererseits kursieren auch etliche Geschichten online, wie heute berühmte Autorinnen und Autoren mit Hunderten Absagen konfrontiert waren, bevor eine Agentur oder ein Verlag das Risiko auf sich genommen und damit voll ins Schwarze getroffen hat.

Ich hörte sogar J.K. Rowling mit dem unsterblichen „Harry Potter“ hatte Dutzende Absagen. Alles Agenten und Lektoren, die das Potenzial des Buches schlicht nicht erkannt haben – ich frage mich, was deren Begründung für die Absagen waren oder ob sie die Entscheidung je bereut haben 🤔

Was ich letztlich damit sagen will: Absagen gehören zum Autorenleben dazu und wir dürfen sie nicht persönlich nehmen, auch wenn’s wehtut. Ich hoffe für uns alle engagierten Schreiberlinge, dass unsere Zeit kommen wird und wir alle unseren Platz im Autorenhimmel finden 😍

Alle (bearbeiteten) Bilder hier, sind von echten Absagen, die ich tatsächlich bekommen habe, meist von Literaturwettbewerben, an denen ich teilgenommen habe. Ich habe viel mehr erhalten, als ich euch hier zeige, denn es gab eine Zeit, da habe ich an vielen Wettbewerben teilgenommen, aber ich musste für den Blog eine Auswahl treffen.

Hinweise:

  • Das Beitragsbild habe ich selbst in einer klaren Winternacht in Köln geschossen
  • Der Text ist ohne KI geschrieben (trotz der Gedankenstriche 😁)

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linaschreibt
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