Man kann ja sagen, ich mache aus einer Mücke einen Elefanten, aber für eine Autorin, die gerade ihren Tritt in der Welt der Bücher sucht, ist das ein gigantischer Schritt.
Ein riesiger Schritt.
Ein enormer Schritt 😁
Dabei bin ich im echten Leben nicht unbedingt schüchtern. Im Gegenteil, meistens rede ich zu viel, lache zu laut und bin allgemein recht auffällig.
Aber wenn es darum geht, meine Geschichten vor Publikum vorzutragen, kommt ein schüchternes kleines Mädchen hervor, das nicht genau weiß, wo es sich idealerweise verstecken könnte.
Warum das so ist? Frag mich mal… keine Ahnung. Wie ich mich dabei fühle ist sehr unterschiedlich: mal habe ich schlicht Angst, mal bin ich nur nervös, mal möchte ich fliehen, mal möchte ich allen trotzen. Hört sich nach einem ziemlichen Cocktail an.
Ist ja auch so! Am liebsten würde ich das mit den Lesungen einfach lassen.
Andererseits, wie sollen meine Self-Publishing Bücher sonst ihre Leser finden? Und ja, ich möchte schon, dass meine Geschichten ihre Leser finden – ich mache gerne die Kupplerin.
Geschichte hier Leser und Leser hier Geschichte – so in etwa😍
Also muss ich als Autorin einfach durch die Nervosität: Augen zu und durch.
Aber jetzt zu den Fragen, die ihr bestimmt habt:
- Wie habe ich mich vorbereitet?
Ich habe die Geschichte mehrmals zuhause laut vorgelesen, bis ich sie fast auswendig kannte. Ja, ich hatte sie geschrieben, aber es waren ein paar Jahre vergangen und ich kenne meine Storys eh nicht auswendig.

Da man unter Aufregung tendiert, schnell zu reden bzw. zu lesen, habe ich mich bewusst gezwungen, langsam zu lesen und hier und da kleine Betonungen in die Geschichte zu bringen. Besonders bei Dialogen habe ich darauf geachtet, dass jeder Charakter seine eigene Stimme bekommt.
Und – sehr wichtig! – ich habe bewusst eine eher kurze Geschichte ausgesucht, damit ich nicht 1.000 Tode sterben muss. Der Text hatte eine Lesezeit von ca. 3-4 Minuten, was ich durchaus verkraften konnte.
- Wie kam meine Lesung an?
Tja, keine Ahnung ob meinem Publikum die Geschichte gefallen hat oder nicht. Es gab am Schluss Applaus, aber da ich am Anfang gesagt hatte, dass ich zum ersten Mal überhaupt lese, könnte es auch Mitleid gewesen sein 😁 Ich hoffe zwar nicht, aber wissen kann ich es auch nicht.
Ich hoffe, die kurze Story hat dem Publikum zumindest ein wenig gefallen.
Am Schluss kamen einige aus dem Publikum auf mich zu und beglückwünschten mich zu meinem Mut und dass ich mich getraut hatte. Das hat sich wirklich super angefühlt!
- Wie hat es sich angefühlt?
Uiuiuiui, ich war sehr seeeehr nervös! Während der Lesung habe ich mich hauptsächlich auf die Geschichte konzentriert, damit ich mich nicht verhaspele und nicht so sehr auf das Publikum. Es hat ganz gut geklappt.
Ich bin im Text ein Mal gestolpert, aber ich glaube nicht, dass das groß aufgefallen ist.
Danach war ich den ganzen Abend auf Adrenalin und musste die ganze Zeit grinsen.
- Werde ich es wieder tun?
Ja, auf jeden Fall! Klar! Das Buch promotet sich ja nicht von selbst, daher werde ich weiterhin für meinen kleinen Schatz kämpfend auf die Bühne gehen und alles vorlesen, was ich für gut und gelungen halte.
Möge der Schutzpatron der Schriftsteller mit mir sein 😁
P.S. In einem späteren Artikel werde ich euch die kurze Geschichte, die ich vorgelesen habe, mal hier hochladen. Just for fun!
