Schreibblockaden kennen wir alle – dieser Moment, wenn wir eine Idee brauchen (z.B. um eine Geschichte für ein Wettbewerb zu schreiben, der bald Deadline hat) und da ist einfach nichts. Es gibt viele Wege, die Kreativität in Gang zu bringen und mir helfen Übungen in der Regel sehr gut.

Ich habe hier drei Übungen zusammengestellt, von denen ich glaube, dass sie am besten helfen, weil sie von einem vertrauten Setting ausgehen. Also – versuchen wir mal 😊

  • Die einfachste Art, eine kleine Schreibblockade zu überwinden

Habt ihr schon einmal den berühmten Satz von Mark Twain „schreib über das, was du kennst“ gehört? Obwohl ich damit so gar nicht einverstanden bin – sonst gäbe es auf der Welt kein SciFi- oder Fantasy-Roman, ich meine, im Erst, wer kennt wirklich die Funktionsweise eines Warp-Antriebs oder wie sich Orks tatsächlich im täglichen Leben benehmen, hm? – doch es gibt eine Übung, die ich aus mehreren Quellen gezogen habe, die genau darauf abzielt und sehr gut ist, um eine Schreibblockade zu überwinden.

Übung: Beginne deinen Text mit „ich erinnere mich…“ und schreibe eine Szene, die sich von hier aus weiterentwickelt. Es gibt keine weiteren restriktiven Regeln.

  • Für die Entwicklung von Empathie

Diese Übung wurde wohl von Ernest Hemingway genutzt, um Empathie für seine eigenen Charaktere zu entwickeln – Angaben ohne Gewähr, hier ist meine Quelle ein YouTube-Video 😉 Doch ich kann mir vorstellen, dass die Übung super funktioniert. Es geht mit einem realen Ereignis los und kitzelt unsere Fantasie, um die Gefühle der beobachteten Personen zu interpretieren.

Übung: Erinnere dich an ein Ereignis, das du heute beobachtet hast – auf den Weg zur Arbeit, zur Schule, unterwegs zum Sport (oder bei der Arbeit, in der Schule, beim Sport) usw. Beschreibe, wie sich die Personen verhalten haben und was du aus ihrem Verhalten für Emotionen ableitest. Wildes Spekulieren ausdrücklich erlaubt! Beschränke dich nicht auf eine Person, sondern springe von einer Person zur nächsten, so, wie sich das Ereignis entfaltet hat und versucht, so viele Reaktionen und dazugehörigen Emotionen widerzugeben.

Wichtig: du bist nicht Teil des Ereignisses. Du bist selbst lediglich neutraler Beobachter und hast keine emotionale Verbindung zum Ereignis. Ich denke, es ist auch wichtig, ein Thema oder ein Ereignis zu wählen, das uns nicht selbst triggert, sonst werden wir schnell subjektiv und können die Beschreibung nicht mehr neutral vornehmen.

  • Für die Beschreibung von Atmosphäre

Diese Übung dient der Entwicklung von Atmosphäre und stammt vom SciFi Autor „Damon Knight“. Ich habe immer meine Schwierigkeiten mit Beschreibungen und mit Atmosphäre, wenn sie nicht direkt mit den Gedanken oder den Gefühlen von Charakteren verbunden sind.

Also versuchen wir mal, nicht wahr?

Übung:

Teil 1: Denk an einen Charakter, der allein in einem Raum sitzt und gerade einen Anruf erhalten hat, der ihm mitteilt, er hätte einen begehrten Posten erhalten. Beschreibe, was der Charakter sieht. Es ist nicht erlaubt, den Charakter in der Beschreibung zu benennen (z.B. „Ich sah den roten Sessel“) und es ist auch nicht erlaubt, über seine neue Stelle zu schreiben.

Die Textpassage soll sich ausschließlich auf das beschränken, was der Charakter sieht, hört, tasten kann usw. (z.B. „Der rote Sessel stand mitten im Raum.“)

Teil 2: Es gelten dieselben Regeln, wie vorhin nur dieses Mal hat der Charakter eine sehr schlechte Nachricht bekommen (z.B. jemand in seiner Familie ist schwer erkrankt oder ähnliche Ereignisse).

Meine Gedanken dazu: ich finde den Aufbau der Übung sehr interessant. Ich frage mich, ob im Realversuch die Szenenbeschreibung tatsächlich so unterschiedlich ausfallen kann, wie vom Autor vermutet. Wir werden sehen.

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