Im März 2023 besuchte ich ein Schreibseminar – zum ersten Mal im Leben und ich wusste wirklich nicht, was mich erwartet. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben in einer kleinen Gruppe Schreibübungen gemacht und das Resultat untereinander besprochen. Ich habe sehr viel dabei gelernt.

Die Übung – Die Cluster-Technik

Bei der allerersten Übung, die wir machten, zeigte uns die Dozentin das Bild einer Blume – eine zufällig ausgewählten Blume aus einem Stapel Bilder. Ausgehend von dieser Blume sollten wir Wörter aneinander Reihen, bis eine Idee oder eine Ideenreihenfolge entsteht und wir daraus eine kurze Geschichte spinnen könnten.

Meine Blume war Christrose – die Blume im Beitragsbild. Sie ist supersüß, wenn ihr mich fragt 🙂 :

Die Fehlversuche

Natürlich funktionierte es nicht auf anhieb. Ich hatte einige Fehlversuche.

Erster Versuch: Christrose – Blume – Zartheit – Zerbrechlichkeit – Schönheit – Vergänglichkeit

Hier brach die Gedankenkette ab und ich wusste nicht weiter. War wohl doch etwas zu zart beseitet für mich 😀

Zweiter Versuch: Christrose – Garten – Farben – Erde – Regen – Dämmerung – Rot – Wärme

Auch damit konnte ich nichts anfangen. Langsam begann ich zu verzweifeln. Aber dann kam…

Der dritte Versuch: Christrose – weiß – Kälte – Eis – Arktis – Hunger – Tod.

Wie ich von dieser wunderschönen Blume auf Hunger und Tod kam, fragt mich mal… Plötzlich hatte ich aber eine Idee und diese Idee mündete in einen kurzen Text.

Der Text

Eine einsame Christrose schaukelte im Auge des Sturms. Erebos zitterte und wankte, ohne sich zu bewegen. Sie saßen im Eis fest, in den unendlichen weißen Weiten der Arktis und verhungerten. Nichts deutete auf Rettung hin. Niemand erinnerte sich an ihre verlorenen Seelen. Sie starben. Allein. Hoffnungslos.

Ein Teil der Mannschaft hatte das Schiff verlassen. Sie wollte Hilfe suchen. Vor einer Woche? Zwei? Er wusste es nicht mehr. Sie kamen nicht zurück. Sein Blick fand wieder die Blume. Am Schluss würde sie die einzige Überlebende sein. Sie brauchte nicht viel. Nur Wasser und Sonne und das gab es in der Arktis reichlich. Er goss sie gewissenhaft jede Woche. Sie sollte frisch und wunderschön über seinen verwesenden Körper wachen.

Habt ihr diese Übung schonmal gemacht? Ich wäre gespannt auf eure Ergebnisse!

2 Gedanken zu „Von einem Bild zu einer Geschichte“

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